Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Letzte Bearbeitung: Mai 2026

Wanderfalke Kurier – Inhaber Alexandr Brecko

§1 Allgemeine Bestimmungen und Vertragsschluss

Der Vertrag tritt in Kraft, sobald er unterzeichnet oder die Bedingungen bestätigt werden, einschließlich durch Kommunikation per E-Mail, Telefon, WhatsApp oder Microsoft Teams. Wenn der Kunde die Bedingungen mit „Ja, ich bin einverstanden“ bestätigt, gilt der Vertrag als abgeschlossen. Ergänzend gilt: Ein Vertrag kommt auch durch ein kaufmännisches Bestätigungsschreiben (Auftragsbestätigung) des Spediteurs zustande. Widerspricht der Auftraggeber nicht unverzüglich (innerhalb von 60 Minuten nach Versand), gilt der Inhalt als rechtsverbindlich akzeptiert. Verfügbarkeitsvorbehalt: Alle Angebote und Bestätigungen des Spediteurs sind freibleibend. Eine verspätete Unterzeichnung eines Dokuments durch den Auftraggeber stellt rechtlich lediglich ein Angebot dar. Der Auftrag gilt in diesem Fall erst dann als verbindlich angenommen, wenn der Spediteur dies ausdrücklich bestätigt oder die tatsächliche Durchführung begonnen hat. Wir arbeiten auf Grundlage der Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp) in der jeweils aktuellen Version. Der Kunde verpflichtet sich, sich eigenständig über deren Inhalt zu informieren.

§2 Rechte und Pflichten der Parteien

Der Auftraggeber ist verpflichtet, genaue Angaben zur Fracht, einschließlich Gewicht, Abmessungen und besonderen Eigenschaften, zu machen. Der Spediteur behält sich das Recht vor, den Transport zu verweigern, falls die Angaben nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. In diesem Fall ist der Spediteur berechtigt, eine Entschädigung in Höhe von mindestens 50 % der vereinbarten Frachtkosten zu verlangen.

§3 Be- und Entladung

Die Verantwortung für Be- und Entladung liegt ausschließlich beim Auftraggeber und beim Empfänger. Der Fahrer übernimmt diese Aufgaben nicht, es sei denn, eine Unterstützung wurde ausdrücklich vereinbart. Eine solche Unterstützung wird gesondert berechnet.

§4 Stornierungsbedingungen und Leerfahrten

1. Stornierung bis 4 Stunden vor dem vereinbarten Beladezeitpunkt = kostenlos.

2. Stornierung weniger als 4 Stunden vor Beladung = Entschädigung von mindestens 50 % der vereinbarten Frachtkosten.

3. Leerfahrt: Erfolgt die Stornierung nach Fahrtbeginn oder wird die Ware am Beladeort nicht bereitgestellt, berechnet der Spediteur eine Ausfallentschädigung in Höhe von 70 % der vereinbarten Frachtkosten. Dem Auftraggeber bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.

§5 Wartezeiten

Wartezeiten bis 1 Stunde sind kostenlos. Danach wird eine Wartegebühr von 40 € pro Stunde berechnet. Erfolgen nach 1 Stunde keine weiteren Anweisungen, ist der Spediteur berechtigt, den Vertrag zu kündigen und eine Entschädigung in Höhe von mindestens 50 % der vereinbarten Frachtkosten zu verlangen.

§6 Zustellung von wichtigen Dokumenten.

Die Zustellung von wichtigen Dokumenten (z. B. Kündigungen, Verträge) erfolgt standardmäßig und fast ausschließlich durch Einwurf in den Briefkasten mit Fotodokumentation und dem Ausfüllen eines Zustellprotokolls. Dies gilt als rechtssichere Zustellung. Eine persönliche Übergabe wird nur auf ausdrücklichen Wunsch versucht. Da diese in der Praxis oft ineffektiv ist (Empfänger öffnet nicht, verweigert die Unterschrift oder die Identifikation), erfolgt bei Scheitern der persönlichen Übergabe ersatzweise der dokumentierte Einwurf in den Briefkasten.

§7 Haftung der Parteien

Der Spediteur haftet für Verlust oder Beschädigung der Fracht ab Übernahme bis zur Übergabe an den Empfänger – gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und ADSp.

§8 Höhere Gewalt

Die Parteien sind von der Haftung für die Nichterfüllung ihrer Verpflichtungen befreit, soweit die Ursache höhere Gewalt ist.

§9 Streitbeilegung

Alle Streitigkeiten werden zunächst durch Verhandlungen beigelegt. Falls keine Einigung erzielt wird, ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz des Spediteurs (Neuwied, Deutschland).

§10 Haftungsausschluss für den Inhalt von Sendungen

Der Spediteur übernimmt ausschließlich die physische Zustellung. Für die Rechtmäßigkeit und Zulässigkeit des Inhalts ist allein der Auftraggeber verantwortlich. Der Spediteur behält sich das Recht vor, Sendungen abzulehnen, die gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen oder unsicher erscheinen.

§11 Zahlungsbedingungen

Rechnungen sind sofort nach Erhalt, spätestens jedoch innerhalb von 14 Kalendertagen ohne Abzug zu begleichen. Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe sowie Mahngebühren berechnet.

§12 Haftungsgrenze nach HGB/ADSp

Die Haftung des Spediteurs ist nach §§ 431 ff. HGB sowie ADSp auf 8,33 Sonderziehungsrechte (SZR) pro Kilogramm begrenzt.

§13 Anwendbares Recht

Es gilt ausschließlich deutsches Recht.